Für das Medienpädagogik-Praxisblogbarcamp (#mppb17) wurde ich gebeten einen kleinen Input (10 Minuten) für den Einstieg mit aktuellen Herausforderungen für die Medienpädagogik vorzubereiten. Ich habe mich auf strukturelle Herausforderungen konzentriert. Es ist auf Grund der Zeit eher ein Hyperlink-Vortrag geworden, welcher auf Dinge verweist (verlinkt) statt sehr stark ins Detail zu gehen. Die Folien können sehr gerne kritisch kommentiert werden, freue mich über Feedback!


Google-Drive-Version für Kommentare: https://goo.gl/AsWi94 (Lizenz: CC0)

Der Raum in Mainz war gut gefüllt, im Vorfeld hatten sich 100 Teilgeber*innen angekündigt:

In der nachfolgenden Diskussion wurden u.a. folgende Aspekte andiskutiert. Hier einige Fetzen aus meinem Gedächtnis, welche ich mitgenommen habe – für meinen Geschmack drehte es sich etwas zu viel um WhatsApp:

  • Abgrenzung/Alleinstellungsmerkmale von medienpädagogischen Angeboten zu anderen Angeboten, z.B. Digitale Bildung o.ä.?
  • Medienpädagog*innen sollten stärker als Moderator*innen auftreten (Haltungsänderung), selbes Phänomen bei Lehrer*innen
  • Verhältnisse ändern, Verantwortung übernehmen, Menschen können immer gestalten – gegen die Ohnmacht (man muss nicht ohnmächtig sein, gibt keinen Grund)
  • Eigentlich hat sich nicht so viel geändert, neue Technologien haben immer Veränderung mit sich gebracht, Menschen passen sich an (sozial)
  • Unter der Oberfläche hat sich doch ziemlich viel verändert, wenn es bspw. um Datenanalysen & Co geht
  • Persönliche Haltung mit reinbringen, aber helfen mit den konkreten Probleme der Zielgruppe, z.B. eben bei Kommunikation  mit WhatsApp
  • Medienpädagogik muss politischer werden
  • Wozu Medienpädagogik? Einzige Antwort kann nur sein: „Gesellschaft besser zu machen“
  • Eigentlich sollte es oft um die Meta-Themen wie Partizipation gehen, auch bei Anfragen von außen daraufhin wirken, dass diese behandelt werden statt „nur“ WhatsApp-Sicherheitseinstellungen
  • Alternativen zu WhatsApp in Trägern aufzeigen, auch mal top-down vorgeben in Projekten?
  • Braucht es (wie im Journalismus) immer einen Aufhänger wie Snapchat oder die aktuelle App, die gerade durchs Dorf getrieben wird? Ist das nicht unvermeidbar?
  • Dezentralisierung statt Medienpädagogik als Einheitspartei, Diversität & Inklusion im Hinterkopf behalten
  • Kapital und Machtverhältnisse sollten mitbedacht werden

Ich würde mich freuen, wenn die Diskussion – vor allem in Bezug auf meinen Data-Breakthrough-Text – auch in Zukunft konstruktiv fortgeführt wird.

Die Sessions inkl. Etherpaddokumentation des Barcamps finden sich hier: Tag 1 | Tag 2. Danke an alle Teilgeber*innen!

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